Leo Müller übernimmt neue politische Aufgabe
20. November 2025
Verzicht auf Wiederwahl im 2027
Leo Müller übernimmt neue politische Aufgabe
Nationalrat Leo Müller wurde vom Büro des Nationalrats zum Präsidenten der Gerichtskommission gewählt. «Ich freue mich auf diese spannende Aufgabe.» Die Amtszeit beträgt zwei Jahre und passt perfekt in die politische Lebensplanung. Der Ruswiler Mitte-Nationalrat hat sich entschieden, bei den Gesamterneuerungswahlen 2027 nicht mehr anzutreten.
Die Gerichtskommission der Bundesversammlung ist sozusagen der Dreh- und Angelpunkt für eidgenössische Richterstellen. Konkret: Sie ist zuständig für die Vorbereitung, die Wahlvorschläge und die allfällige Amtsenthebung von Richterinnen und Richtern an eidgenössischen Gerichten: Bundesgericht, Bundesstrafgericht, Bundesverwaltungsgericht, Bundespatentgericht, Militärkassationsgericht, aber auch Bundesanwaltschaft und ihre Aufsichtsbehörde sowie Datenschutz.
Perfekte Aufgabe für Jurist und Politiker
Die Gerichtskommission besteht aus zwölf Mitgliedern des Nationalrats und fünf des Ständerats. Leo Müller gehört bereits heute der Gerichtskommission an und amtiert aktuell als deren Vizepräsident. «Dass ich dieses Gremium an der Schaltstelle zwischen Politik, Justiz und Verwaltung in den kommenden zwei Jahren führen darf, ist für mich Ehre, Auszeichnung und Freude zugleich», sagt der Ruswiler Rechtsanwalt und Notar. Er freut sich auf die neue Aufgabe, in der er seine juristischen und politischen Erfahrungen wie auch die Kenntnisse von Verwaltung und Justiz verbinden kann.
Verzicht auf erneute Kandidatur
Die zweijährige Amtszeit der Kommission endet mit dem Abschluss der Legislatur 2023 bis 2027. «Für mich der perfekte Fahrplan», freut sich Leo Müller. Der Luzerner Mitte Nationalrat aus Ruswil hat sich entschieden, bei den Gesamterneuerungswahlen 2027 nicht mehr anzutreten. «Die Freude und die Lust am Politisieren sind zwar nach wie vor uneingeschränkt vorhanden, aber ich werde ebenso gerne bei den Herbstwahlen 2027 neuen Kräften Platz machen.» Leo Müller ist 2011 in den Nationalrat gewählt worden und sorgte schon in den ersten Monaten für eine Überraschung. Was noch kaum je vorgekommen war: Als junger, neuer Nationalrat wurde er zum Vizepräsidenten und zwei Jahre später zum Präsidenten der einflussreichen Finanzkommission gewählt.
Finanzen, Wirtschaft, Landwirtschaft
Nationalrat Leo Müller hat seither in der Bundespolitik eine starke und prägende Rolle inne. Seine Schwerpunkte waren Finanzen, Wirtschaft, Staatspolitik und Landwirtschaft. «Bei allem habe ich auch meine Herkunft nie vergessen, die Anliegen von Luzern und der Zentralschweiz waren mir im Rahmen einer politischen Gesamtbetrachtung stets ein wichtiges Anliegen». Zu seinen wichtigsten parlamentarischen Aufgaben gehörten Präsident der Finanzkommission, Präsident der Kommission für Wirtschaft und Abgabe, Mitglied der Legislaturplanungskommission und nun Präsident der erwähnten Gerichtskommission. Als eine «ganz besondere Herausforderung» bezeichnet er seine Mitarbeit in der PUK, die sich mit dem CS-Zusammenbruch befasst hat. Leo Müller ist es immer wieder gelungen, in seinen Bereichen Geschäfte entscheidend zu prägen, auch mit dem Brückenschlag zu anderen Fraktionen. In jüngster Vergangenheit ist zum Beispiel der abgeschaffte Eigenmietwert zu nennen. Leo Müller hat in einer überparteilichen Allianz den Kompromissvorschlag gezimmert.
Begeisterung bis zuletzt
«Ich werde bis am letzten Tag der Legislatur anfangs Dezember 2027 mit vollem Engagement und Begeisterung als Nationalrat in Bern tätig sein», versichert Leo Müller. Die Tätigkeit als Nationalrat ist gleichermassen verantwortungsvoll wie höchst spannend. Und: «Das wird mir jedes Mal von neuem bewusst, wenn ich im Auftrag der Bevölkerung in das wunderschöne Parlamentsgebäude treten kann.»
Mit dem Ende der laufenden Legislatur im 2027 geht eine reiche politische Tätigkeit des Mitte-Politikers zu Ende. Leo Müller war 12 Jahre Luzerner Kantonsrat (2011 Kantonsratspräsident), 10 Jahre Gemeindepräsident von Ruswil. Dazu während vieler Jahre engagiert in den Parteigremien und als Präsident der AWG Luzern. Dazu kamen und kommen Mandate in der Wirtschaft, etwa als Verwaltungsratspräsident der Suisag oder als Vizepräsident des Verwaltungsrates der Schweizer Zucker AG mit den beiden Zuckerfabriken Aarberg und Frauenfeld. Ebenso wirkte er von 2011 bis 2024 als Verwaltungsrat des Agrokonzerns fenaco Genossenschaft, Bern. Und: «Der Bezug zum Berufsleben war mir immer wichtig.» Deshalb blieb Leo Müller auch während seiner Berner Zeit als selbständiger Rechtsanwalt und Notar aktiv.
